Unser Fokus

Die Greifswalder Agrarinitiative will die Biodiversität auf regionalen Äckern voranbringen. Im Projektgebiet machen Ackerflächen 79% der landwirtschaftlichen Nutzfläche aus. Diese werden sehr intensiv bewirtschaftet: Auf großen Feldern konzentriert man sich oft nur auf einige Arten von Nutzpflanzen. Düngung und der Einsatz von Pestiziden kommen hinzu. Das belastet die Ackerböden, aber auch die benachbarten Ökosysteme.

Wie deren Zustand ist und wie er sich verbessern lässt, untersucht die Greifswalder Agrarinitiative am Beispiel der Ackerbegleitvegetation und der Bestäuber.

Seit den 1960er Jahren wurde die Ackerbegleitvegetation wie Mohn, Hahnenfuß oder Kornblume als „Unkräuter“ wirksam durch chemische Bekämpfungsmittel dezimiert. Doch es gibt viele Gründe, die mitteleuropäische Kulturlandschaft – also auch die Landschaft um Greifswald - als Habitat für Ackerwildkräuter zu erhalten. Hier nur einer davon: Ackerbegleitvegetation ist eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbestäuber.

Da beides zusammenhängt, betrachtet die Greifswalder Agrarinitiative auch Bienen, Wildbienen, Hummeln und weitere Bestäuber. In Deutschland kommen ca. 560 Bienenarten vor. Ihre Anzahl und Diversität sind abhängig vom Nahrungs- und Nistangebot in der Agrarlandschaft. Die Frage ist, ob den hiesigen Bestäubern durch die intensive Landwirtschaft rund um Greifswald Nahrung und Habitate fehlen. Die GAI will z.B. beantworten, was Landwirte und Imker gemeinsam für Bestäuber tun können und welche Blühflächen sich wo anlegen lassen.