Unser Weg

Die Greifswalder Agrarinitiative setzt auf konstruktiven Dialog statt Konfrontation. In der Greifswalder Agrarinitiative wirken Eigentümer und Pächter gleichberechtigt zusammen. Alle Partner haben Anliegen, die ernst genommen werden müssen. Alle Partner haben Expertise, die sie beitragen können.

Für die GAI gilt es zunächst, Verantwortung für die natürlichen Ressourcen bewusst zu machen. Es geht dabei um Böden und die biologische Vielfalt, die darauf existieren kann. Die GAI ermöglicht allen ein Mitwirken. Ein interdisziplinäres Projektteam macht Wissen sowie Erfahrungen für alle verfügbar. Externe Experten tragen z.B. mit Vorträgen dazu bei. Eine unabhängige Moderatorin begleitet und evaluiert das Projekt. Das Projekt Greifswalder Agrarinitiative teilt sich in zwei Phasen:

Die Greifswalder Agrarinitative - Phase 1

Welchen Sinn hat Landwirtschaft? Stellt sie neben dem Beitrag zur Welternährung nicht auch andere Ökosystemleistungen bereit? Welche ökologischen/ökonomischen Vorteile ergeben sich aus einer hohen Biodiversität auf dem Acker, z.B. durch Bestäuber? Ist eine faunistische und floristische Vielfalt auf Ackerstandorten schutzwürdig, ungeachtet eines Nutzens für den Menschen? In zahlreichen Dialogforen zum Thema Biodiversität diskutierten Eigentümer, Landwirte und Imker der Region Fragen wie diese. Das Wissen etwa zu Ackerwildkräutern und Bestäubern vor Ort hatten die beteiligten Wissenschaftler aufbereitet. Synergien und Konflikte zwischen den Akteuren wurden klar.
Ein Aufruf zum Ausprobieren regte Landwirte an, auf Brachen und Ackerrandstreifen mit unterschiedlichen Blühmischungen und Selbstbegrünung zu experimentieren. Mit der Erhebung ökologischer Daten schafft die GAI belastbare Grundlagen für die landwirtschaftlichen Flächen der Projektregion.
Die GAI lädt alle Beteiligten regelmäßig zu Feldbegegnungen, kleinen Vor-Ort-Aktionen oder Exkursionen, ein. In kleinerem, informellem Rahmen lässt sich dabei besichtigen, was auf den Flächen im Projektgebiet passiert. Das macht Spass und ermöglicht wirkliche Begegnung.

Die Greifswalder Agrarinitative - Phase 2

Pilotmaßnahmen, angestoßen durch die Greifswalder Agrarinitiative, laufen bereits. Jetzt unterstützt das Projektteam deren Initiatoren und Träger dabei, weiter zu planen und zu finanzieren. Damit engagierte Landeigentümer und –pächter Pilotmaßnahmen weiterführen können, hilft das Projektteam mögliche Förderungen etwa aus den Programmen ELER, LEADER etc. zu finden und zu beantragen. Das Team macht die Maßnahmen auch in der Öffentlichkeit bekannt.
Ihren Abschluss findet die Greifswalder Agrarinitative in einer großen Tagung mit ca. 100 Teilnehmern im Herbst 2018. Vertreter institutioneller Flächeneigentümer und ein Fachpublikum aus den Bereichen Agrar- & Umweltwissenschaften, sowie Agrar- und Umweltpolitik aus ganz Deutschland sind eingeladen.